Immer Geld für alles. Nur nicht für Sport.
- Daniel Beyeler

- vor 4 Minuten
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Die European Championships 2030 sollen in der Schweiz stattfinden. Eine Multisport-EM mit Leichtathletik, Rad, Turnen, Beachvolleyball und weiteren Sportarten. Bestehende Europameisterschaften werden gebündelt, bestehende Anlagen genutzt, Synergien geschaffen. Eine Art Mini-Olympia. Am Morgen Rudern, am Mittag Triathlon, am Abend Leichtathletik im Letzigrund.
Eigentlich genau das, was wir immer behaupten zu wollen.
Wir reden pausenlos über Bewegungsmangel, Gesundheitskosten, Nachwuchsförderung, Vereinsleben, Integration und Zusammenhalt. Und kaum kommt ein Projekt, das all diese Themen nicht in einem Strategiepapier beschreibt, sondern sichtbar macht, winkt der Bundesrat ab.
Zu teuer?
Für vieles findet man in diesem Land Geld. Für Sensibilisierungskampagnen, Diversity-Projekte, Gleichstellungsbüros, externe Studien, Leitfäden, runde Tische und Transformationsprogramme. Für jeden gesellschaftlichen Trend gibt es irgendwo ein Papier, eine Stelle, ein Mandat oder ein Pilotprojekt. Aber wenn es um Sport, Bewegung, Kinder, Vereine, Freiwillige und Vorbilder geht, wird plötzlich gerechnet, gezögert und gebremst.
Sport ist keine nette Freizeitbeschäftigung. Sport ist Gesundheitspolitik. Sport ist Jugendpolitik. Sport ist Bildungspolitik. Sport ist Vereinsleben, Freiwilligenarbeit, Leistung, Freude, Niederlage, Wiederaufstehen und Zusammenhalt.
Bewegung ist die günstigste Gesundheitsreform.
Eine Multisport-EM 2030 ist eine Chance. Für den Schweizer Sport. Für Kinder und Jugendliche. Für Vereine. Für Städte und Regionen. Für ein Land, das Bewegung nicht nur in Sonntagsreden loben, sondern ernst nehmen sollte.
Die Schweiz ist reich genug, um in Bewegung zu investieren. Schade, ist sie nicht klug genug, es zu tun.




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